English Cocker Spaniel vom Brieselanger Licht

 

Züchten - Das schnelle Geld mit dem Hund



Welpeninteressenten sind oft erstaunt, wenn man für einen Welpen an die 1.000€ bezahlen soll.
Dabei ist es doch so leicht:
Schnell den Rüden und die Hündin zusammen lassen, 10 Wochen füttern und bisschen sauber machen.
Bei 6 Welpen also leicht verdiente 6.000€.
Wer diesen Gedanken hegt, möchte ich schnell enttäuschen. 
Wir unterscheiden zwischen Zucht und Vermehren.
Zucht bedeutet einen Vollzeitjob zu führen.
Auch in der Welpenfreien Zeit, investiert man für Ausstellungen, Titel, Gesundheitsuntersuchungen bis hin zur Zuchttauglichkeit. 
Hinzu kommen die Standartkosten, die jeder Hund mit sich bringt.
An der Stelle möchten wir nochmal darauf hinweisen, dass in einer Zuchtstätte üblicherweise mehr als nur ein Hund lebt.
Nichts desto trotz:
Die Welpenaufzucht fordert mehr als nur füttern und sauber machen.
Gewichtskontrolle, Terminplaner für das impfen und chippen im Auge behalten, sowie durchführen, Welpeninserate schreiben, Welpenbesuch empfangen, den geeigneten Besitzer finden und- das zeitintensivste:
Sozialisierung.
Bei aller Anstrengungen und besten Wissen kann es aber doch mal dazu kommen, dass ein schwacher Welpe dabei ist.
Das hat verschiedenste Ursachen, unter anderem ist die Wurfstärke zu heftig oder weil Mutter Natur immernoch ihre eigenen Regeln vorgibt. 
Jetzt haben Sie einen dieser schwachen Welpen in ihrem Wurf zu liegen.
Er trinkt nicht genug, nimmt nicht zu..
Es bedeutet nun alle zwei Stunden den Welpen zum trinken zu animieren, ihm zu helfen und zu unterstützen- auch nachts.
Teilweise tagelang.
Man kriecht auf dem Zahnfleisch.
Tierarzbesuche und Kosten entstehen- und das ist egal!
Man möchte einfach nur das Beste für den Welpen.
Der Grad zwischen kämpfen und erlösen ist schmal.
Aber auch hier muss man stark genug sein, die Entscheidung fällen zu können.
Wenn man kein Herz aus Eis hat, tagelang gekämpft und nicht geschlafen hat, versprech ich Ihnen eins:
Es ist schwer. Es tut weh.
Aber es gehört leider dazu.
Rechnen Sie nun die Kosten angefangen von der Deckgebühr, über Futter, bis hin zu den Tierarztkosten der Aufzucht plus eventuell Tierarztkosten für Komplikationen, sowie Welpengeschenke für das Neue zu Hause von diesen "schnell verdienten" 6.000€ ab.
Wenn Sie diese Summe nun durch die aufgebrachten Stunden teilen, sind wir bei Centbeträgen angekommen.
Zucht ist Liebe, Hingabe, Aufopferung.
Aber kein schnell verdientes Geld.